Eishockey
Eishockey wird mit fünf Feldspielern und einem
Torwart auf einer sechzig Meter langen und dreißig Meter breiten
Eisfläche gespielt. Ziel des Spieles ist die Unterbringung der
Hartgummischeibe, genannt Puck, in das gegnerische Tor. Die Spieler
sind dabei mit Schlittschuhen, Schutzausrüstung und Schläger
ausgestattet. So ähnlich beschreibt das Lexikon die Sportart
Eishockey. Aber Eishockey ist viel mehr als das. Schnelligkeit,
Power, Action und spektakuläre Torwartparaden zeichnen dieses Spiel
aus. Da dieser Sport auf einer recht kleinen Eisfläche ausgetragen
wird und die Spieler auf Schlittschuhen unterwegs sind ist
ständiger Aufruhr vor dem gegnerischen Tor normal. Bei einem
Eishockeyspiel passiert fast immer etwas. Lange torlose Minuten wie
beim Fußball kommen selten vor. Spiele mit sieben und mehr Toren
sind keine Seltenheit. Nicht umsonst gilt Eishockey als das
schnellste Mannschaftsspiel der Welt. Die Torhüter, die eine
spezielle Schutzausrüstung tragen, haben reichlich zu tun.
Eishockey hat seinen Ursprung in Kanada
Mit großer Wahrscheinlichkeit entstand der Eishockeysport in
Kanada, wo er heute noch als Nationalsport gilt. Damals vermischten
sich die Ballspiele der Indianer mit dem französischen Lacrosse und
den englischen Spielen Hurling und Shinty. Ende des neunzehnten
Jahrhunderts gelangte das beliebte Spiel dann auch nach Europa, wo
es sich zunächst in der Alpenregion und Skandinavien verbreitete,
da dort die Klimabedingungen günstig waren. Als Großmächte des
Eishockeys gelten vor allem Kanada, die USA und Russland, die sich
viele packende Duelle lieferten. Aber auch Schweden, Finnland,
Tschechien und die Slowakei gelten als Eishockeyländer. Stärkste
Liga ist die amerikanische NHL (National Hockey League) mit
Mannschaften aus den USA und Kanada, in welcher sich die besten
Spieler aus aller Welt tummeln.
Kampf und Emotionen beim Eishockey
Es ist aber nicht nur die Rasanz des Spiels, die weltweit Fans in
ihren Bann zieht. Eishockey ist kein Sport für Weicheier. Mit
knallharten Checks, verbissenen Zweikämpfen und dem ein oder
anderen Faustkampf geht es beim Eishockey zur Sache. Ein
Eishockeyspieler muss demnach körperlich robust und gut trainiert
sein. In den meist kleinen und engen Hallen herrscht eine tolle
Stimmung mit vielen Emotionen. Inzwischen wird Eishockey aber auch
in modernen Arenen vor großen Kulissen gespielt. Entgegen seinem
manchmal schlechten Ruf ist Eishockey aber kein reiner Prügelsport.
Viele technische Finessen, raffinierte Spielzüge und pfeilschnelle
Schüsse können die Zuschauer bei diesem Sport bestaunen. Und
unfaire Spielweise ist natürlich nicht erlaubt. Begeht ein Spieler
ein Foul, bekommt er zwei Minuten und die Mannschaft muss in
Unterzahl, also mit nur vier Feldspielern, weiterspielen. Für grobe
Vergehen kann der Schiedsrichter auch größere Strafen aussprechen
und einen Spieler ganz hinausstellen.